Absperreinrichtungen

In der Praxis findet sich für die unterschiedlichen Einsatzzwecke eine Vielzahl verschiedener Absperreinrichtungen:

  • Absperrgitter (auch mit integriertem drehbaren Standfuß)
  • Bauzäune (als modulare Systeme, auch als Sichtschutz)
  • Feste Absperrung (insbesondere als schnellfahrtauglich DB-Fahrwegabsperrung)
  • Gesteuerte Absperrsysteme
    • Auslastungsgesteuerte Absperrungen (Parkhäuser mit Induktionsschleifen)
    • Berechtigungsgesteuert (Chipkarte, Bezahlung)
    • Zeitgesteuerte Sperrsysteme (zeitlich begrenzte Zufahrt)
  • Gurtabsperrung (ausziehbar in Kunststoffkassetten, teils magnethaftend in Wandkassetten oder an Standpfosten)
  • Personenleitsysteme (z.B. Gurtabsperrung mit Wandkassette, hölzerne oder metallene Stangensysteme u.ä.)
  • Kettenständer (mit Beton- oder Metallfuß, auch befüllt)
  • Leitkegel (auch in Verbindung mit Gurtabsperrung)
  • Mobilzäune verschiedenster Bauart
  • Parkbügel (Sperrbügel)
  • Pollersysteme (auch Versenkpoller)
  • Rammschutzwände
  • Scherensperren
  • Schranken (drehbar, handbetrieben, Knickbaum) inklusive Bediensäulen
  • Sicherheitsgeländer
  • Signalanlagen (auch mobile)
  • Sperrketten
  • Sperrpfosten (mobil, fest, klappbar, entnehmbar)
  • Absperrung durch Verbotsschilder

Bei Verkehrsflächen gilt die StVO

Soweit es um die Absperrung von Verkehrsflächen geht, gilt die Straßenverkehrsordnung, die im § 43 die folgenden Verkehrseinrichtungen benennt:

(1) Verkehrseinrichtungen sind Schranken, Sperrpfosten, Parkuhren, Parkscheinautomaten, Geländer, Absperrgeräte, Leiteinrichtungen sowie Blinklicht- und Lichtzeichenanlagen.

§ 39 Abs. 1 StVO schreibt vor, dass Regelungen durch Verkehrseinrichtungen den allgemeinen Verkehrsregeln vorgehen.

RSA regelt die Ausführung von Straßenbaustellen

Für Arbeitsstellen an Straßen gelten grundsätzlich die Richtlinien für die Sicherung von Arbeitsstellen an Straßen (RSA). Die technische Ausführung der angeordneten Absperrung wird gegebenenfalls darüber hinaus durch die Zusätzlichen Technischen Vertragsbedingungen (ZTV-SA 97) geregelt, soweit diese grundsätzlich gelten (Bundesstraßen, Autobahnen, Landes- und Kreisstraßen) oder Vertragsbestandteile sind (kommunale Straßen).

Abschrankung von Zuschaueranlagen nach DIN-Normung

Die DIN EN 13200-3 regelt die Ausführung von Abschrankungen im Bereich von Zuschaueranlagen. Diese gilt für ortsfeste (Stadien, Sporthallen, Kinos, Opernhäuser) oder provisorische Veranstaltungsorte (Open-Air-Konzerte, Sportveranstaltungen) gleichermaßen.

Baustellensicherung

Ungeachtet der allgemeinen Sicherungspflicht aufgrund des BGB und der damit verbundenen Haftung des Bauherrn für Schäden die Dritte auf seiner Baustelle erleiden, sind Baustellen gegen den Zugang unberechtigter Personen auch aus wirtschaftlichem Interesse zu sichern. Hochwertiges Baumaterial oder Maschinen und Anlagen finden nicht selten unliebsame "Interessenten". Der Sicherung dienen in der Regel Bauzäune, die teils auch als Sichtschutz ausgebildet werden und in innerstädtischen Bereichen gelegentlich auch an Werbung treibende Unternehmen vermietet oder Künstlern als Gestaltungsfläche zur Verfügung gestellt werden.



(c) by Päffgen GmbH bzw. deren Autoren 2009, www.absperrung.de

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